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Trainingszeiten und Sichtung

Das NFZ-Fördertraining findet Dienstags von 17:15 bis 18:30 am Sportzentrum an der Uni Würzburg statt. >>

Konzept und Begleitung

Das NFZ verfolgt ein innovatives Konzept zur Talentförderung und wird wissenschaftlich begleitet. >>

Trainerinnen und Team

Die Spielerinnen werden von sehr kompetenten Trainerinnen und nach modernsten Methoden gefördert. >>

Wie wichtig ist Mädchenfussball?

Der Bayerische Fußball-Verband hat jüngst die Ergebnisse der runden Tische mit der Vereinsbasis bekannt gegeben. Das Ergebnisprotokoll umfasst auf mehr als vier Seiten Vorschläge der Vereine. Dem Mädchen- und Frauenfußball werden dabei nur fünf Zeilen gewidmet.

Ein Kommentar von Heinz Reinders

Da hätte der Bayerische Fußball-Verband seinen weiblichen Mitgliedern auch direkt sagen können, dass er sich für ihren Fußball nicht interessiert. Einfacher als das vierseitige Protokoll wäre stattdessen die kurze Mitteilung gewesen, dass Verbesserungen im Mädchen- und Frauenfußball für den BFV irrelevant sind. Zwar zählt der BFV knapp eine Viertel Millionen Mädchen und Frauen und das sind immerhin 15 Prozent aller Mitglieder des Landesverbandes. Nimmt man aber das Ergebnisprotokoll der runden Tische im Rahmen der Kampagne „Pro Amateurfußball“ zum Kriterium, dann dürfte dieser Anteil im BFV nur 0,4 Prozent betragen. Denn so groß ist der Anteil der Worte, die in besagtem Protokoll den Juniorinnen und Frauen gewidmet wird. 43 von 1.132 Worten befassen sich mit den Belangen des weiblichen Fußballs in Bayern. Fünf Zeilen von viereinhalb Seiten.

Begründet wird der kurze Passus damit, dass die Belange der Mädchen und Frauen nicht bei allen runden Tischen diskutiert wurden. Das ist korrekt. Wer aber bei den Gesprächen zum Mädchen- und Frauenfußball dabei war weiß, dass hier zahlreichere und größere Nöte formuliert wurden als die im Protokoll erwähnten Spielgemeinschaften. Große Probleme bei der Gewinnung von Nachwuchs, Fragen der optimalen Talentförderung, jahrgangsversetzter Spielbetrieb und – Ironie der Geschichte – der als viel zu gering erlebte Stellenwert des weiblichen gegenüber dem männlichen Fußball wurden bei diesen runden Tischen intensiv diskutiert und zahlreiche Forderungen an die Verbandsspitze formuliert.

Und das Protokoll der runden Tische? Völlige Fehlanzeige. Das ist auch deshalb politisch brisant, weil das Protokoll nicht nur nach außen den randständigen Stellenwert der Juniorinnen und Frauen signalisiert. Es ist auch verbandspolitisch eine Botschaft. Und diese Botschaft lautet: Wir, die Männerriege des BFV, weisen dem weiblichen Fußball innerhalb des BFV ihren Rang zu. Dieser Rang scheint wirklich sehr weit unten angesiedelt zu sein, wenn sich die BFV-Spitze nicht wenigstens die Mühe macht, den Anschein eines Interesses am Mädchen- und Frauenfußball zu erwecken. Denn 15 Prozent des Protokolls wären insgesamt gerade einmal 170 Worte gewesen. Aber selbst die hat derjenige Verband für seine aktiven Mädchen und Frauen nicht übrig, dessen Präsident als Vize beim DFB für die Belange des Amateurfußballs zuständig ist.

Neues aus der Wissenschaft

Anlass für die Übersicht zu Möglichkeiten des jahrgangsversetzten Spielbetriebs von Mädchen bei den Jungen ist zum einen der Umstand eines nachweislichen, körperlich-motorischen Vorsprungs von Jungen gegenüber Mädchen ab der Grundschulzeit. Zum anderen bietet der Deutsche Fußball-Bund durch seine Jugendordnung den Landesverbänden die Möglichkeit, Juniorinnen altersversetzt im Spielbetrieb der Junioren einzusetzen. Insgesamt zeigen die untersuchten Jugend- und Spielordnungen der Landesverbände eine deutliche Hinwendung zu den Grundsätzen des Deutschen Fußball-Bundes. Mehr dazu...

Über das NFZ

Das Nachwuchsförderzentrum Unterfranken wurde im Mai 2014 gegründet. Anlass war die Idee, talentierte Spielerinnen zu fördern und dabei den Entwicklungsbesonderheiten von Mädchen gerecht zu werden. Das innovative Konzept zielt dabei darauf ab, die Juniorinnen in ihrer ganzen Persönlichkeit und der Vielfalt ihrer sportlichen Fähigkeiten zu fördern und so den besonderen Anforderungen im Leistungsfußball der Mädchen und Frauen besser gerecht zu werden.

Faire Talentsichtung

Besondere Talente und Fähigkeiten müssen sorgsam entdeckt und gefördert werden, damit sich diese nachhaltig entwickeln können. Es gibt Situationen, in denen Heranwachsende in einer kurzen Testung nicht ihr gesamtes Potenzial entfalten. Deshalb werden im NFZ Spielerinnen über acht Wochen hinweg beim regelmäßigen Sichtungstraining beobachtet und fair in ihren Fähigkeiten eingeschätzt. Dadurch besteht die Möglichkeit, die ganze Spielerinnen-Persönlichkeit kennen zu lernen.